Gefechte vor großer Kulisse

Etwas aufgeregt waren sie schon, die 8-11-jährigen Florettfinalisten des „21. P.C.-Cup“. In einem völlig neuen Ambiente absolvierten die besten von ihnen die letzten Gefechte um Titel und Platzierungen beim traditionellen Turnier des Fechtclub Leipzig.

Das Paunsdorf Center war außergewöhnlicher Schauplatz der Finalkämpfe in insgesamt vier Entscheidungen. Wie auch bei den „Großen“ wurde am Samstagabend auf einer Hochbahn agiert. Entsprechend intensiv war auch das öffentliche Interesse der Besucher des P.C. „Für die Kids war es schon etwas Neues. Aber das haben sie Klasse und fast professionell gemeistert. So viel Aufmerksamkeit haben sie sonst kaum für ihren Sport“, sagt Steffen Fellmann, Vorstand des Fechtclub Leipzig. Er bedankte sich umgehend bei Marketing Managerin Caroline Wagner, die Seitens des Paunsdorf Center alles perfekt für die Finals vorbereitet hatte. „Unser gemeinsames Ziel, Vereinen aus der Region hier eine attraktive Plattform bieten und zum Beispiel auch weniger prominente Sportarten einer breiten Masse zugänglich zu machen, ist hier vollumfänglich erfüllt worden. Es war schon interessant, wie viele Menschen den jungen Fechtern zugeschaut haben“, erwidert Caroline Wagner ihrerseits.

Die Titel selbst gingen in den vier Entscheidungen an vier Vereine aus vier Bundesländern. Die Gastgeber des Leipziger Fechtclubs durften im Paunsdorf Center mit Silber durch Marah Mende, sie unterlag im Finale Sophia Öhler aus Nordhausen mit 5:10, einen Podiumsplatz feiern, sicherten sich zudem drei Finalrunden-Plätze unter den besten acht.

Am Samstagmorgen hatten über 100 junge Fechterinnen und Fechter aus mehreren Bundesländern den Kampf um den P.C.-Cup in der Oberschule Mölkau in den insgesamt vier Altersklassen aufgenommen. Je vier von ihnen machten sich dann am Nachmittag auf den Weg in das nahe gelegene Paunsdorf Center, um vor großer Kulisse die Sieger zu ermitteln.

Aufmerksame Beobachter des Geschehens waren in Leipzig auch einstige deutsche Top-Fechter. Der Dresdner Udo Wagner, heute Fecht-Trainer der deutschen Fünfkämpfer, gehörte zu ihnen, wie auch Lars Schache, der 2002 Mannschafts-Weltmeister wurde. Seine Ehefrau Anja, Vize-Weltmeisterin mit dem Florett 2005 in Leipzig, trainiert heute den Florett-Nachwuchs des TV Markkleeberg.

„Die Ergebnislisten beweisen, dass nicht nur in der Region eine gute Nachwuchsarbeit betrieben wird. Die Konkurrenz ist bereits in den Schülerjahrgängen sehr groß“, so Chef-Trainer Wernfried Frommolt nach Ende des Turniers. „Das unser P.C.-Cup eine so große Teilnehmerresonanz hat, ist sicher auch Beleg für den guten Ruf, den wir als Bundesstützpunkt Nachwuchs genießen“, ergänzt er.

Die Leipziger wünschen sich natürlich, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage der Finals im Paunsdorf Center geben möge.

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