Ein nächster Schritt

Die Ergebnisse unserer Nachwuchsarbeit sind nicht zu übersehen“, der Satz von Trainer Wernfried Frommolt vom Fechtclub Leipzig umschreibt mit wenigen Worten die sichtbare Weiterentwicklung des Leipziger Fechtnachwuchses.

Eine, auf die jener Satz zutreffen dürfte, ist die 16-jährige Leonie Strecker vom FCL. Die Degenspezialistin kehrte am Sonntagabend mit einem sehr guten 12. Platz vom „Internationalen Windmühlenmesser-Cup“ aus Solingen zurück. Mehr als 180 Fechterinnen hatten sich dort den Kampf um Punkte und Podestplätze getroffen, zugleich die internationale Saison eingeleitet. Die dürfte für den Schützling von Wernfried Frommolt nunmehr auch ein Thema sein. Mit dem Ergebnis sprang sie auf Position sieben in der Deutschen Kadetten-Rangliste, gehört damit zum Kreis jener 20 deutschen Starterinnen, die bei den kommenden Turnieren des Europäischen Verbandes startberechtigt sind. „Leonie hat hier eine gute Leistung abgeliefert, taktisch und technisch gut gefochten. Sie hat bewiesen, dass sie mit der Spitze mitfechten kann“, so Frommolt über seine Schülerin, die erst in der Vorschlussrunde gegen die spätere Gesamt-Dritte Lisa-Marie Löhr aus Solingen mit 7:15 das Nachsehen hatte. Ebenfalls bis in das Achtelfinale ging es für Helena Lentz. Die 14-jährige, die für den Frankfurter TV startet, wechselte mit Beginn des neuen Schuljahres an das Sportgymnasium Leipzig, trainiert gemeinsam mit Leonie Strecker am Leipziger Bundesstützpunkt. Sie verlor vor dem Einzug in die Finalrunde knapp mit 13:15 der Leverkusenerin Noa Cosima Goedejohann, reihte sich am Ende auf Position neun ein, darf sich ebenfalls über nun folgende internationale Einsätze freuen. 

Neben beiden Sportschülerinnen schafften zudem mit Klara Jaskulla (FC Leipzig) und Josefine Ebert (Chemnitzer PSV) zwei weitere sächsische Fechterinnen den Sprung in das Tableau der letzten 32, Charlotte Grollmisch (Leipzig) landete auf Platz 50 in Solingen.

Bei den zeitgleich im benachbarten Bitterfeld stattfindenden traditionellen „Bitterfelder Schwert“ mischte der Leipziger Florett-Nachwuchs fleißig mit. Siegerin im Schülerjahrgang 2004 und zugleich Mitteldeutsche Meisterin wurde Emely Frommolt, Tochter von Coach Wernfried. Sie hielt im Finale die Radebeulerin Lina Elisabeth Wemme mit 10:4 auf Distanz.

Pius Röhmer schaffte im gleichen Jahrgang bei den Florettfechtern den Sprung auf das Podest, wurde dort Dritter in der Endabrechnung. Ebenfalls Bronze ging an Josie Röseler im Jg. 2005, die sich erst im Halbfinale der Dresdnerin Leonie Rieger mit 6:10 beugen musste. Mit Freya Schmidt (B-Jugend) und Christoph Michalski auf den Positionen sieben und Eva Enzmann (Jg. 2006) als Achte rundeten die FC-L-Vertreter das erfolgreiche Abschneiden in Bitterfeld ab.

Den Einzug in die Junioren-Rangliste des Deutschen Fechter-Bundes schaffte am Wochenende zudem Florett-Spezialistin Lea Walther mit dem 31. Platz im Gesamtklassement. Sie musste sich im Tableau der letzten 32 der Belgierin Violette Lebrun mit 8:15 geschlagen geben.

Insgesamt können wir feststellen, dass sich unsere Nachwuchsathleten weiter steigern. Zum Teil greifen sie die deutsche Spitze an, machen fechterisch sichtbare Fortschritte. Und auch die Jüngsten verbessern sich weiter. Man merkt, dass alle hungrig auf Erfolge sind“, erklärt Wernfried Frommolt abschließend.

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